((HEAD)) Mini Corsair F4U (60cm)
Wir haben die 1,20m geschrinkt...



Die Daten...
- Spannweite 60cm, Länge ca. 47,5cm
- Gewicht 227g (mit 3s/500/25C)
- Motor: Robbe 1820/10, 18g, 2.000 rpm
- Kontronik TowerPro 10/12A, 9g
- Prop: Graupner 5,5x5
- Lipo 3S/800/20-30C, 72g
- Flugzeiten: von 4 min (speed) bis zu >25 Minuten
- Steuerung: 2xQR(D47, 4,5g), HR (HXT500, 5g)
- Futaba-4-Kanal-Empfänger, 5gr.

Die Initiative zur kleinen Corsair kam von einem Fliegerkollegen: Corsairs habens ihm angetan, die Flugleistungen der 1,20m Corsair überzeugten ihn und er wollte diese Corsair gerne in klein zum "immer-dabei-haben". Gesagt, getan - wir zoomten den bereits vorhandenen 1,20m-Plan auf 60cm herunter, rechneten die aerodynamischen Eigenschaften für diese Größe nach und los gings.

Zum Einsatz kam auf Grund der Qualtät ein kleiner Robbe Roxxy Motor und für die Querruder das sehr leichte, dünne und präzise drehende D47-Servo für die Querruder. Pro Querruder eines, um für den optimalen Kurvenflug durch Einstellungen an der Fernsteuerung differenzieren zu können.

Der Erstflug klappte gut, allerdings mussten wir bei der Wahl des Propellers noch etwas optimieren. Wir probierten Props der Größen 4,5x4,5, 5x5 bis 6x5 durch - letztlich zeigte der 5,5x5 die besten und sehr ausgewogenen Flugeigenschaften: für Langsamflug wie auch für schnell. Besondere Liebe widmete der Fliegerkollege dann noch der Lackierung und den Decals.


Baubericht und Bilder
Aus dem Plan wurde eine Papierschablone erstellt, mit ihr Rumpf und Flächen...

Die Fläche ist ein CNC-Schnitt. Mittelstück mit Einschnitten für den Flächenknick, links und rechts außen als separate Stück. Die Randbögen wurden mithilfe der Papierschablone übertragen.

Die Außenflächen werden mithilfe einer Schablone in einem Winkel von 30° angeklebt.

Die Leitwerke sind aus Depron, die Kante des HLW ist mit Balsa verstärkt, das Ruder hat durchgängig einen 0,5x3mm Carbonstab an der Kante und ist mit einem 1,5cm breiten Streifen einer Klarsichthülle angeschlagen. Verklebt mit UHUpor. Durch den Carbonstab am Ruder ist das ganze Leitwerk stabilisiert.

Dann wird mithilfe der Papierschablone der Rumpfkasten aus Styrodur ausgesägt - inklusive der Flächenausschnitte.

...und wie üblich in Form geschnitten und geschliffen (diesen Job soll irgendwann mal eine CNC-Fräse erledigen).

Die Cockpit-Haube wird gleich mitgebaut und später aus Schrumpfschlauch gezogen.


Die Akkuklappe = das gesamte Cockpit wird ausgeschnitten und der Innenraum ausgehölt. Der Rumpf vorne ist ca. 10mm tief eingeschnitten (ausgefräst mit Dremel). Hier wird ein runder Motorspant aus Sperrholz mit Epoxy eingeklebt.

Erster Gewichst-Check: 53g => nicht schlecht, aber eher an der Obergrenze.

Dann wird die Cockpit-Haube aus Schrumpfschlauch gezogen (ok, geföhnt).

Etwa 2mm bleiben überstehen, um sie auf den RUmpf zu kleben.

Alles ist erstmalig zusammen gesteckt und wird verklebt...


Eines der markanten Merkmale der Corsair sind die aufstellbaren Luftauslässe am Ende der Cowling. Sie werden durch schräg angeschnittenes 3mm Depron nachgebildet.

Und auch die Auspuffrohre (einer der Reno-Racer-Corsairs) dürfen nicht fehlen.

Das Querruder-Servo wird eingepasst - ein D47: 4,5g leicht, 8mm dick und sehr präzise im Gang. Leider auch etwas teuer.


Kleiner Sprung: die Corsair verließ die Werkstatt und wurde vom Fliegerkollegen "ge-finished". Marines war der Wunsch und auch mal etwas anderes!




Auf der Unterseite sieht man einen großen Luftauslass - damit später bei Vollgas im Innenraum kein Hitzestau entstehen kann.

Die Queruder-Anlenkung: genau bemessen, direkt und spielfrei!

Dito bei der Höhenruder-Anlenkung.

Da der Motor in den Innenraum ragt, ist es sinnvoll, eine Akku-Sperre einzubauen.

Das kleine weiße 6mm-Depron-Stück vorne soll verhindern, dass der Akku im Falle des Falles auf den Motor knallt und Schaden nimmt.

Dann wird der Motor eingebaut.

Das Cockpit von hinten.

Abfluggewicht: 227g mit einem 3S/500 und 246g mit einem 3S/800er Lipo.

Fazit vom Erstflug: Die Corsair geht mit einem 5,5x5-Prop prima, liegt stabil und satt in der Luft, macht alle Flugmanöver bereitwillig mit, hat für senkrecht genügend Reserven, könnte gewichtsmäßig vermutlich gut bis 280g tragen und gleitet bei Motor aus ewig lang dahin.